PM: Stellungnahme des ADFC Dreieich zu den vorgeschlagenen FRM1-Routenvarianten im Bereich Dreieich

Dreieich. In einigen Wochen wird die Auswertung der laufenden online-Befragung erfolgen und das Ergebnis den Dreieicher Stadtverordneten präsentiert. Sie müssen entscheiden, ob es bei dem Beschluss von 2018 bleiben soll, den FRM1 durch Sprendlingen zu führen, oder ob das Ergebnis einen anderen Routenverlauf empfiehlt.

Radschnellweg Symbolbild (2)
Radschnellweg Symbolbild (2)

Auch die Mitglieder der AG Radverkehr des ADFC Dreieich sind alle Varianten mehrfach abgeradelt und bestätigen ihre frühere Aussage: „Die Variante 5 ROT ist von allen schlechten Möglichkeiten die am wenigsten schlechte durch Sprendlingen. Das gilt sinnge­mäß auch für die vier Varianten durch Buchschlag. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn mehr als die Hälfte der gesamten Strecke zwischen Darmstadt und Frankfurt innerorts verlaufen wird.“

Eine Route durch Buchschlag oder gar westlich der Bahnlinie, davon ist der ADFC Dreieich überzeugt, kommt vorwiegend jenen Radelnden zugute, die möglichst zügig Dreieicher Gebiet passieren wollen. „Für die große Mehrheit der Dreieicher*innen hingegen ist eine solche Routenführung keine Bereicherung des Alltagsradverkehrs, weil zu weit entfernt von ihren Wohnungen, Schulen, Kitas, Arbeitsplätzen, Einkaufsmöglichkeiten usw. . Deshalb sollten besser Radelnde der Nachbarkommunen ihre Vorstellungen von einer günstigen Route durch Dreieich oder an Dreieich vorbei benennen. Dann sollte aber auch nach dem Prinzip verfahren werden „Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch“. Unserer Meinung nach sollte die Stadt Dreieich sehr wohl Geld für den Ausbau eine praxisgerechten Fahrradinfrastruktur ausgeben, jedoch nur dann, wenn deren Bürgerinnen und Bürger einen echten Nutzen davon haben und die Verkehrswende spürbar voran kommt. Andernfalls sollte der Dreieicher Anteil der Baukosten auf die übrigen Kommunen umgelegt werden. Wir brauchen das Geld hier für den Ausbau eines sinnvollen Radnetzes in Dreieich. Der ADFC Dreieich nimmt jedenfalls Abstand davon, sich für eine der vier Varianten durch Buchschlag oder eine Kombination davon auszusprechen.“

Damit Dreieicher*innen einen Vorteil vom RDW haben, sind für den ADFC Dreieich praxisgerechte Zubringer mindestens genau so wichtig, Zubringer, die GLEICHZEITIG mit dem RDW geschaffen und in ein zukünftiges Radnetz Dreieich eingebun­den werden. „Wer von Sprendlingen aus zügig ans Ziel kommen will, fährt doch nicht erst nach Buchschlag, um dann von dort auf dem RDW Richtung Langen oder Neu-Isenburg zu radeln“, da sind sich die Mitglieder der AG Radverkehr einig. „Umwege lehnen die Kritiker der Variante durch Sprendlingen ab, schlagen aber gleichzeitig eine Route vor, die für viele Dreieicher*innen mit Umwegen verbunden ist.“

Wo genau der RDW durch Dreieich verlaufen wird, spielt für den ADFC Dreieich eine untergeordnete Rolle, denn, wie in dem anhängenden Plan dargestellt, kön­nen die vom ADFC Dreieich vorgeschlagenen Zubrin­ger an jede Variante angepasst und in das zukünftige Radwegenetz von Dreieich einge­fügt werden.

Übrigens, „schnell“ im Begriff Radschnellweg erzeugt laut ADFC bei Kritikern falsche Vorstellungen und sollte in der gesamten Kommunikation nicht länger vorkommen. „Schnell“ wird gleichge­setzt mit rücksichtsloser Raserei und ruft unnötig Widerstände hervor, wie in Gesprä­chen häufig anklingt. Tatsächlich geht es NICHT um SCHNELLES Fahren, sondern um zügiges, ungehindertes, sicheres, komfortables Radeln mit so wenig Stopps und Konfliktpunkten wie möglich. Besser sollte er deshalb heißen: RDW = RadDirektWeg, selbst wenn er nicht überall schnurstracks geradeaus geführt werden kann.

(Bild: © HMWEVW – Corinna Spitzbarth)

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