Häufige Fragen zur Raddirektverbindung

  • 1. Wie verläuft die Route der Raddirektverbindung durch Dreieich?

    a. In 2018 entschied sich die Dreieicher Stadtverordnetenversammlung für den unter b) beschriebenen Streckenverlauf. Zusätzlich ist das beauftragte Planungsbüro jetzt dabei, alternative Routen zu identifizieren. Die endgültige Entscheidung muss schließlich wieder die Stadtverordnetenversammlung treffen.

    b. Von Neu-Isenburg kommend mündet die Raddirektverbindung (RSV) zuerst in den Tannenweg im Sprendlinger Norden, verläuft dann durch die Immanuel-Kant-Straße, quert die Fichtestraße und mündet in die Erich-Kästner-Straße. Am Ende stößt die RSV auf die Hans-Meudt-Halle. Hier biegt sie rechts ab in die Breslauer Straße, vorbei an Erich-Kästner- und Ricarda-Huch-Schule und schwenkt links in den Verbindungsweg. Weiter geht es durch die Poststraße und von da rechts rein in die bereits bestehende Fahrradstraße in der Liebknechtstraße. Links ab führt die RSV in die Wienandstraße, quert Eisenbahnstraße und Bahntrasse, um dann in die Rostädter Straße Richtung Langen zu münden.

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  • 2. Welche Vorteile ergeben sich für Nutzer und Anwohner?

    a. Die Raddirektverbindung wird, ähnlich wie eine Kfz-Hauptstraße, ein möglichst zügiges und sicheres Vorankommen mit dem Fahrrad ermöglichen. Insbesondere Kinder, Schüler und unsichere Radfahrer*innen, aber auch routinierte Berufspendler, genießen dort Schutz auf ihren täglichen Fahrten.

    b. Anwohner profitieren von der siedlungsnahen Streckenführung, weil Ziele des täglichen Bedarfs komfortabel mit dem Klima schonenden Fahrrad erreicht werden können (Kurze Strecke – Fahrrad fahren), z.B. Schulen, Kirchen, Kita, Bürgerhaus, Stadtbücherei, Hallenbad, Sportstätten und Bürgerpark. Auch der Bahnhof Sprendlingen als zentrale Mobilitätsstation ist angeschlossen.

    c. Dort, wo eine Fahrradstraße eingerichtet wird, führt dies zwangsläufig zu einer Verkehrsberuhigung (max. 30kmh), was sich positiv auf den Wohnwert auswirkt. Auch die gegenseitige Rücksichtnahme nimmt zu.

    d. Durch einen geringeren Kfz-Verkehr werden Schadstoffbelastungen und Lärm-Emissionen reduziert.

    e. Erfahrungen mit der fast 3km langen Dreieicher Fahrradstraße zeigen, dass dort sowohl Geschwindigkeitsübertretungen, als auch die Anzahl der Kfz zurückgehen. Das belegen Verkehrszählungen und -messungen.

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  • 3. Was bedeutet die Streckenführung für die Anlieger?

    a. Dreieicher Straßen, die als Fahrradstraßen ausgewiesen werden, dürfen auch von anderen Verkehrsteilnehmern befahren werden, wobei der Radverkehr Vorrang hat. Dies führt erfahrungsgemäß zu rücksichtsvoller Fahrweise, zumal die Geschwindigkeit auch für Radfahrer limitiert ist.

    b. Die siedlungsnahe Führung der RSV bedeutet nicht, dass es sich um eine „Radautobahn“ durch Wohngebiete handelt. Es wird eine alltagstaugliche Verbindung mit möglichst kurzen Strecken und guter Anbindung an die übrige Fahrrad-Infrastruktur sein.

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  • 4. Warum verläuft die Strecke nicht entlang der S-Bahn-Trasse?

    a. In der Machbarkeitsstudie für die Radschnellverbindung wurde ein wesentlich höheres Nutzerpotenzial bei einer Routenführung über Dreieich-Sprendlingen erkannt. So wohnen entlang dieser Route etwa doppelt so viele Menschen im Einzugsgebiet der Radschnellverbindung, wie bei der Strecke entlang der S-Bahn-Trasse. Bei dieser würden fast keine Dreieicher von der Radschnellverbindung profitieren, da sie einen zu großen Umweg bedeuten würde.

    b. Für Raddirektverbindungen wurden grundsätzliche Qualitätsstandards wie z.B. Wegebreite und Beleuchtung definiert, die bei der Trassenfindung berücksichtigt werden müssen. Aber auch die Belange der Forstwirtschaft und des Naturschutzes müssen berücksichtigt werden. Auf dieser Grundlage wurden in einem Trassenfindungsprozess die bahnnahe und die siedlungsnahe Trassenführung miteinander verglichen. Dabei wurden neben der Siedlungsstruktur der Anrainerkommunen auch die Planungen zum Bau der Regionaltangente West berücksichtigt.

    c. Wie unter Punkt 6 erwähnt, sind die Anschlusspunkte auf Langener und Isenburger Gebiet gesetzt. Wollte man die RSV auf Dreieicher Gebiet westlich der Bahntrasse verlaufen lassen, teilweise durch Bannwald, müsste sowohl bei Langen, als auch bei Neu Isenburg, die Bahnlinie überbrückt oder untertunnelt werden. Das wäre mit hohen, zusätzlichen Kosten verbunden, ohne das feststeht, dass die Deutsche Bahn dies überhaupt erlauben würde und falls ja, wann.

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  • 5. Wird die bahnnahe Route dennoch ertüchtigt werden?

    a. Sobald die Waldschäden durch das Unwetter im August 2019 beseitigt sind, wird eine Variante westlich entlang der Bahntrasse eingerichtet werden. Zwar nicht asphaltiert und nicht beleuchtet, dafür aber mit einer wassergebundenen Decke, um für eine möglichst ruhige und angenehme Fahrt zu garantieren (Sommerroute).

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  • 6. Wie wurde der Streckenverlauf durch Sprendlingen festgelegt?

    a. Die Dreieicher Stadtverwaltung war aufgefordert, die Anschlusspunkte in Neu Isenburg (nahe Forsthaus) und Langen (nahe Modellflugplatz) miteinander zu verbinden. Die Route sollte dort verlaufen, wo viele Menschen wohnen, arbeiten, zur Schule gehen, usw., um eine starke Nutzung zu gewährleisten.

    b. Insbesondere sollte bedacht werden, dass die RSV nicht vorrangig für Radler*innen gemacht wird, die die gesamte Strecke zwischen Darmstadt und Frankfurt fahren. Viel mehr sollen die sieben Kommunen entlang der Strecke gut miteinander verbunden werden.

    c. Die Mitglieder des Runden Tisches Radverkehr und des örtlichen ADFC haben in vielen Stunden auf dem Rad die aus ihrer Sicht bestmögliche Strecke vorgeschlagen und, wo möglich, vorhandene Fahrradstraßen integriert. Hierbei war das Ziel, möglichst wichtige Ziele miteinander zu verbinden.

    d. Die Details der RSV müssen noch geplant werden, z.B. welche Straßen oder Teilstücke als Fahrradstraßen ausgewiesen werden. Auch Querungen/ Kreuzungen etc. müssen evtl. neu gestaltet werden.

    e. Wir von der AG Radverkehr wissen, dass die vorgeschlagene Route durch bebautes Gebiet nicht dem idealen Verlauf eine Raddirektverbindung entspricht. Das haben wir stets betont. Man kann auch sagen, dass diese Route von allen schlechten die am wenigsten schlechte ist, aber sie hat auch viele Vorteile (siehe Punkt 2).

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  • 7. Wie werden die Gleise der Dreieichbahn überquert?

    a. Die vorhandenen Übergänge über die Gleise entsprechen nicht den Anforderungen einer Raddirektverbindung. Daher wird weiterhin an einer optimalen Lösung gearbeitet, damit die Radelnden sicher zur Rostädter Straße gelangen, um weiter nach Langen fahren zu können, bzw. in Gegenrichtung.

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  • 8. Welche baulichen Veränderungen sind zu erwarten?

    a. Mit der Ausarbeitung wurden zwei Planungsbüros beauftragt. Welche baulichen Veränderungen zu erwarten sind, hängt vom endgültigen Streckenverlauf ab.

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  • 9. Fallen auf der Strecke Kfz-Stellplätze weg?

    a. Abstellmöglichkeiten für Kfz im öffentlichen Raum, also auf der Fahrbahn, sollen so weit wie möglich erhalten bleiben. Allerdings finden wir, dass eine Fahrbahn als solche genutzt werden sollte und nicht zum Abstellen von Kfz.

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  • 10. Wann wird mit den Bauarbeiten begonnen?

    a. Für Dreieich wurden die Planungen in 2020 begonnen und sollen im Jahr 2021 abgeschlossen werden. Der Beginn der Bauarbeiten ist für 2022 vorgesehen.

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  • 11. Wann wird die Raddirektverbindung fertiggestellt?

    a. Die Fertigstellung der kompletten Raddirektverbindung ist für das Jahr 2024 vorgesehen.

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  • 12. Was kostet der Bau der Raddirektverbindung in Dreieich?

    a. Konkrete Kosten lassen sich noch nicht beziffern, weil noch gar nicht fest steht, für welche Route die Stadtverordneten sich entscheiden werden.

    b. Fest steht, dass die Raddirektverbindung Frankfurt – Darmstadt in ganzer Länge, also auch im Abschnitt Dreieich, seitens des Landes Hessen mit 75% gefördert wird.

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  • 13. Wann und wie werden die Bürger*innen über Einzelheiten informiert?

    a. Sobald konkrete Planungen vorliegen, werden die betroffenen Anrainer*innen direkt informiert.

    b. Bekanntlich handelt es sich bei dieser Raddirektverbindung um ein kommunenübergreifendes Projekt, bei dem neben den Qualitätsstandards für die Beschaffenheit des Radweges auch Faktoren wie Umwege und Kosten berücksichtigt werden müssen. In den Planungsprozess fließen Ideen und Anregungen nicht nur von Dreieich ein, sondern auch von Nachbarkommunen und übergeordneten Stellen.

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  • 14. Wo finde ich weitergehende Informationen?

    a. Regionalverband FrankfurtRheinMain: www.region-frankfurt.de/Radschnellwege

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  • 15. Welchen Standpunkt hat der ADFC Dreieich zur Raddirektverbindung?

    a. Wer die obigen Punkte gelesen hat könnte schon ahnen, welchen Standpunkt wir aufgrund der genannten Punkte einnehmen.

    b. Als ADFC Dreieich ist es uns wichtig, dass möglichst viele Dreieicher Bürger von der Raddirektverbindung profitieren. Dies ist nur bei einer Route möglich, die nahe an Sprendlingen liegt, oder durch Sprendlingen verläuft. Nur so können viele Ziele des täglichen Bedarfs angenehm erreicht werden.

    c. Wir sind allerdings auch bereit eine Alternativroute zu unterstützen, so lange sie östlich der Bahn verläuft und Dreieich durch gut ausgebaute Zubringerrouten in ausreichender Anzahl angebunden wird.

    d. Eine ausführliche Erläuterung unseres Standpunkts gibt es auch hier auf unserer Homepage: https://www.adfc-dreieich.de/stellungnahmeraddirektverbindung

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