Leserbrief: Zu Radschnellweg Darmstadt - Frankfurt

Am 06.04.2021 wurde in der Offenbach Post ein Leserbrief von Frau Monika Kunze abgedruckt. Darin stellt sie die Arbeit des ADFC Dreieich als ideologisch und einseitig auf den Radverkehr bezogen dar. Außerdem fordert sie einen Ausgleich zwischen den Interessen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer. Genau daran arbeiten wir.

Radschnellweg Symbolbild (4)
Radschnellweg Symbolbild (4)

Ausgleich zwischen Interessen ist notwendig, fordert Frau Kunze. Unbedingt, der Forderung können wir vom ADFC Dreieich uns nur anschließen. Deswegen setzen wir uns ja auch für die Förderung des Radverkehrs ein, um endlich den längst überfälligen Interessenausgleich zu erreichen.

Jahrzehntelang wurde landauf, landab, bei Stadt- und Verkehrsplanungen nur an das Auto gedacht. Dabei blieb der umweltfreundliche Radverkehr größtenteils auf der Strecke. Das wollen wir ändern und dafür setzen wir uns ein. Und wir akzeptieren auch, wenn Frau Kunze uns als Ideologen bezeichnet. Dabei sollte sie aber nicht vergessen, dass es in Deutschland in Privathaushalten knapp doppelt so viele Fahrräder gibt wie Autos und es kommen momentan jede Menge neu hinzu. Diese Räder werden gefahren und brauchen Platz, Platz, der nur begrenzt zur Verfügung steht und deshalb neu aufgeteilt werden muss. Interessenausgleich also.

Der Kfz-Verkehr muss ein wenig zurückstecken, damit der zunehmende Radverkehr den Platz bekommt, der ihm zusteht. Das haben die meisten Dreieicher Politiker erkannt. Deshalb muss niemand den anderen vor seinen Karren spannen, sondern gemeinsam müssen wir die Verkehrswende, die gewissermaßen eine Art Interessenausgleich ist, bewerkstelligen. Dabei kann es passieren, dass plötzlich jemand in einer Fahrradstraße wohnt, die vorher keine war. Da kann man nur sagen: Glückwunsch. Die Einrichtung einer Fahrradstraße ist immer auch eine Maßnahme zur Verkehrsberuhigung, die insbesondere den Anwohnern zugutekommt. Wenn das kein Interessenausgleich ist.

Auf weitere Wiederholungen der Sachlage bezgl. Radschnellweg verzichten wir an dieser Stelle. Wir würden uns jedoch freuen, wenn Frau Kunze uns die Möglichkeit gibt, Ihr vollumfänglich den bisherigen Verlauf der Planungen seit 2014 zu erklären. Die Kontaktdaten des ADFC-Dreieich sind ja öffentlich zugänglich.

(Bild: © HMWEVW – Corinna Spitzbarth)

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