PM: Routenführung Raddirektverbindung Dreieich-Sprendlingen

RadDirektVerbindung durch Sprendlingen hat grünes Licht vom Runden Tisch Radverkehr

Radschnellweg Symbolbild (3)
Radschnellweg Symbolbild (3)

Dreieich. „Das eine tun ohne das andere zu lassen“, möchte Bernd Kiefer, Vorsitzender des Dreieicher Ortsverbandes des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, „und ja, eine Direktverbindung sollte so direkt verlaufen wie irgend möglich. Wenn aber etwas für die Förderung des Radverkehrs getan werden soll, sind manchmal Kompromisse nötig. Mit einem solchen haben wir es hier zu tun. Das wissen alle, die sich seit Monaten mit diesem Thema befassen, z.B. am Runden Tisch Radverkehr und im Ausschuss SUE“, stellt Kiefer fest.

„Zur Debatte standen die bevorzugte Route konsequent entlang der Bahn - die, u.a. weil Bannwald, leider auf Widerstand stieß und deren Realisierung sehr lange dauern würde - oder eben eine Alternative. Wir wollen aber jetzt eine Verbesserung der Bedingungen für den Radverkehr und nicht länger warten.“

Mitglieder des ADFC Dreieich radelten mehrfach bis zu sechs denkbare Varianten ab, prüften, welche Strecke am besten umgebaut werden kann und wogen ab, welche die sinnvollste ist, bezogen auf die aktuelle Situation. Eine optimale Strecke gibt es nach Ansicht des ADFC nicht in Dreieich, deshalb entschied man sich für die sicherste Variante. Radler können so entspannt durch Sprendlingen hindurch radeln, oder dort wichtige Ziele wie Schulen, Kirchen etc. erreichen. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet – und das sieht nicht nur der ADFC so - ist Dreieich sogar ein Nutznießer der jetzigen Variante. Wie sagt das alte Sprichwort? „Der kürzeste Weg ist nicht immer der beste.“

„Aber die Trasse entlang der Bahn verlieren wir nicht aus den Augen“, bekräftigt Kiefer. „Sie wird zusätzlich kommen, davon sind wir überzeugt, und zwar dann, wenn die Anzahl der Nutzer dies rechtfertigt. Ohnehin wird der Erfolg der Raddirektverbindung, also seine Akzeptanz, ganz wesentlich davon abhängen, wie er ausgeführt wird. Der ADFC erwartet hier nicht das Minimum, sondern die bestmögliche Ausführung.“

Befragt zum Vorschlag, die Raddirektverbindung über die August-Bebel-/ Hegelstraße zu führen, hat man beim ADFC Dreieich eine klare Meinung: „Die Route August-Bebel- / Hegelstrasse hatten wir selbstverständlich in unsere Überlegungen einbezogen, weil sie auf den ersten Blick eine tolle Verbindung darstellt. Ohne Kfz-Verkehr wäre sie ideal, um sie zu einem Radschnellweg umzubauen, aber das ist nicht realistisch.“ Und zum Waldspielplatz sagt Kiefer: „Hier gibt es seit Jahren ein Miteinander von Radfahrern, Fußgängern, Kindern und Hunden und es herrscht gegenseitiger Respekt. Dass hier der Radschnellweg entlang führt, macht beide attraktiver, den Spielplatz und den Radweg.“

(Bild: © HMWEVW – Corinna Spitzbarth)

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