Kopfbild Raps
07.05.2020 erstellt von: Oliver Martini


Pressemeldung des ADFC Dreieich e.V.: Radeln auf Gehwegen jetzt richtig teuer

Verkehrszusatzzeichen 1022-10

Dreieich. Soeben trat die Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. In den Medien wurden vorwiegend über die Konsequenzen für Autofahrer*innen berichtet. Für sie werden manche Sünden empfindlich teuerer. „Mit den neuen Regeln sollen, laut Bundesverkehrsministerium, Verbesserungen für den Radverkehr erreicht und das Radfahren sicherer gemacht werden“, erklärt Dieter Fröhlich, Pressesprecher des ADFC-Dreieich. „Zwar bringen die neuen Regeln viele Vorteile für Verkehrsteilnehmer auf dem Rad, aber auch Veränderungen, die bei Radlern ein böses Erwachen hervorrufen können. Deshalb sollten Radler*innen sich unbedingt umfassend informieren“, empfiehlt er weiter, „denn die neuen Regeln gelten ab sofort“.

Hier ein Auszug, der für Radler*innen besonders wichtig ist:
Bußgelderhöhung für das Radfahren auf Gehwegen von aktuell 10 bis 25 Euro auf 55 bis 100 Euro. Zum Schutz von Fußgänger*innen werden die Bußgelder auf das neue Kfz-Niveau angehoben (Zitat ADFC Bundesverband https://www.adfc.de/neuigkeit/bundesrat-stimmt-stvo-novelle-zu ).).

Dort, wo es auf Gehwegen nicht ausdrücklich durch das Verkehrszusatzzeichen 1022-10 Radfahrer frei erlaubt ist, kann radeln also richtig teuer werden.
Aber selbst dann, wenn dieses Zeichen das Radeln erlaubt, bedeutet es nicht gleichzeitig freie Fahrt. Das Tempo ist dem der Fußgänger anzupassen, die hier grundsätzlich Vorrang haben. „Aber dann kann man sein Rad auch gleich schieben“, meint Fröhlich, der auch ehrenamtlicher Radverkehrsbeauftragter der Stadt Dreieich ist, „dann riskiert man nicht das Risiko einer Kollision mit Fußgängern. Und 55 bis 100 Euro sind Beträge, die nicht nur beim Taschengeld-Budget von Schülern wehtun“.

Wer sich umfassend informieren will, hat hier Gelegenheit dazu, denn bekanntlich gilt: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/stvo-novelle-bundesrat.html


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