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08.05.2015 erstellt von: Stadt Dreieich


Schutzstreifen zur Sicherung des Radverkehrs für die Robert-Bosch Straße

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Dreieich. Auf der Frankfurter Straße, Darmstädter Straße oder auch Eisenbahnstraße sind sie schon seit einigen Jahren vorhanden, nun wurden die Fichtestraße und die Robert Bosch-Straße mit Schutzstreifen versehen.


Die Schutzstreifen haben sich inzwischen als fester Bestandteil der Führungsformen für den Radverkehr nicht nur in Dreieich, sondern auch in Deutschland und dem europäischen Ausland etabliert. Die Straßenverkehrsordnung ist kein Werk ausschließlich für Autofahrer, sondern sieht viele verschiedene Verkehrsteilnehmer nebeneinander vor. Außer den KfZ-Fahrern gibt es auch noch Fußgänger und Radfahrer. Alle diese Verkehrsteilnehmer beanspruchen für sich Verkehrsraum. Leider hat sich in der Vergangenheit der vermeintlich stärkste Verkehrsteilnehmer, nämlich der Autofahrer gegenüber den schwächeren immer mehr durchgesetzt und Bereiche der Anderen für sich in Anspruch genommen. Radfahrer fühlen sich vielfach durch KfZ-Fahrer bedrängt und weichen dann auf die dem Fußgänger vorbehaltenen Flächen aus, die sich dann wiederum von Radfahrern gefährdet sehen.

Der Verkehrsraum, gerade innerstädtisch, ist leider in der Fläche kaum zu vergrößern. Daher müssen Wege gefunden werden, die ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer fördern. Die jetzt in der Robert-Bosch-Straße und Fichtestraße aufgebrachten Schutzstreifen sind ein Mittel die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer zu separieren. Die Flächen für Autofahrer sind dabei noch so ausreichend bemessen, dass sich zwei PKW bequem begegnen können. Wird es etwas enger, zum Beispiel bei der Begegnung von zwei LKW so dürfen die, unter Ausschluss einer Gefährdung des Radverkehrs, diesen Schutzstreifen überfahren. Dass dies ggf. zu einer Geschwindigkeitsreduzierung führt, was wiederum zu einer Erhöhung der Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer beiträgt, ist ein Nebeneffekt, der auf so kurzen Verbindungen zeitlich nicht wesentlich ins Gewicht fällt.

„Jeder der vom Auto auf das Fahrrad umsteigt, tut etwas für die Umwelt und trägt dazu bei, Anlieger zu entlasten und das tägliche Kfz-Aufkommen zu verringern. Das Gewerbegebiet Sprendlingen mit seinen vielen Geschäften und auch die Fichtestraße - mit Bürgerhaus, Kirche, Bücherei, Kindergarten, und Schulweg zu mehreren weiterführenden Schulen - sind daher prädestiniert für eine gute Radverkehrsanbindung, die wir hoffentlich mit der Markierung der Schutzstreifen im Sinne der Radfahrer geschaffen haben“, so Erster Stadtrat Martin Burlon.

Der Schutzstreifen in der Fichtestraße macht auch eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs erforderlich. Hierzu fand bereits 2013 eine Bürgerbefragung in dem betroffenen Teil der Straße statt. Das Ergebnis wurde in die Planungen eingearbeitet. Künftig wird es zwischen Wingertstraße und Frankfurter Straße nur noch einen Fahrstreifen Richtung Osten geben. Der ruhende Verkehr wird auf die Straße verlagert. Im Bereich zwischen Wingertstraße und Mittelstraße ist das Parken dann nur noch auf der Nordseite vor der Christuskirche möglich, dort werden neun Parkplätze markiert. So wird auch der Bürgersteig von parkenden Fahrzeugen entlastet und in seiner vollen Breite wieder den Fußgängern zur Verfügung gestellt.

„Auch wenn wir seit einigen Jahren nun schon Schutzstreifen im Stadtgebiet haben, ist es sicher zunächst für viele Verkehrsteilnehmer in den neu markierten Straßen eine Umstellung“, so Erster Stadtrat Martin Burlon, der jedoch überzeugt ist, dass auch hier mit der Zeit eine Akzeptanz entsteht, wenn die positiven Effekte für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere die Kinder, erkannt werden.




Bildergalerie

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Robert Bosch Strasse Ecke Offenbacher Strasse 2015

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