Kopfbildanimation Winter 2017
13.11.2017 erstellt von: Bernd Kiefer


PM: Kreisverkehre in Dreieich - gute Lösung für alle Verkehrsteilnehmer

Kreisverkehr Götzenhain

Dreieich. In Dreieich gibt es mittlerweile acht Kreisverkehre und es sieht so aus, als ob weitere folgen werden. Kreisel sind eine gute Lösung, findet der Allgemeine Deutesche Fahrrad-Club ADFC Dreieich, sofern sie sinnvoll sind und einen Vorteil für alle Verkehrsteilnehmer bringen.


„Wir hoffen“, so Bernd Kiefer, Vorsitzender des ADFC Dreieich, „dass die in unserem 2014 vorgestellten CityVerkehrsKonzept vorgeschlagenen Kreisverkehre ebenfalls bald umgesetzt werden, vor allem der an der Volksbank Dreieich. Die Gabelung Offenbacher-, Frankfurter- und Hauptstraße ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine Ampel bei manchen Konstellationen überfordert ist. Lange Wartezeiten und niemals optimal auf den gesamten Tag abgestimmte Schaltungen sorgen oft für Frust bei vielen Verkehrsteilnehmern“, findet Kiefer.
Da aber nicht alle von den Vorteilen eines Kreisverkehrs gegenüber einer Ampel, oder wie es korrekt heißt, Lichtsignalanlage, in der Fachsprache kurz LSA, überzeugt zu sein scheinen, weist der ADFC auf die wesentlichen Vorteile hin.

1. Laut Statistik bleibt die Anzahl der Unfälle in Kreisverkehren gegenüber Ampelkreuzungen in etwa gleich. Durch das geringere Tempo der Kfz beim Einfahren in den Kreisverkehr fallen Unfälle jedoch eher glimpflich aus, weil Fahrzeuge sich nicht frontal oder seitlich treffen, sondern in einem schrägen Winkel. Dadurch, so die Unfallforschung, fließt die Aufprallenergie besser ab. Entsprechend liegen Reparaturkosten bei einem Zehntel.

2. Am Kreisverkehr gibt es oft Querungshilfen oder Mittelinseln für Fußgänger, die damit die Fahrbahn sicherer queren können, besonders wichtig für die sogenannten schwachen Verkehrsteilnehmer.

3. Da Kfz ohnehin langsam an den Kreisverkehr heranfahren, wird Fußgängern häufig bereitwilliger der Vortritt gelassen, d. h., Autofahrer verzichten auf ihre Vorfahrt.

4. Der Kreisverkehr hat immer „Grün“. Das können selbst modernste Ampelschaltungen nicht leisten, weil eine kurze Phase immer nötig ist, um den Wechsel vorzubereiten. In dieser Zeit darf niemand fahren.

5. Die Abstimmung einer Ampelschaltung auf unterschiedliche Verkehrsaufkommen im Laufe eines Tages ist aufwendig und mit Kosten verbunden. Wird sie auf den Berufsverkehr abgestimmt, stimmt Sie nicht beim Rest des Tages, und umgekehrt.

6. Ampelschaltungen werden in der Regel auf den Kfz-Verkehr abgestimmt und passen nie zur Fahrgeschwindigkeit von Radfahrern. Bei einem Kreisel entfällt diese Problematik komplett.

7. Ein komplettes Durchfahren des Kreisels ist um ein Vielfaches ungefährlicher als ein Wendemannöver bei fließendem Verkehr.

8. Rotlichtverstöße kommen im Kreisverkehr nicht vor, weder durch Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger. :-)

9. Ein Kreisverkehr zu bauen ist teurer, als eine Ampelanlage zu installieren. Der finanzielle Vorteil des Kreisverkehrs zeigt sich im Laufe der Zeit, denn die Wartungskosten für jede Ampelanlage liegen bei fünf- bis zehntausend Tausend Euro, Jahr für Jahr.

10. Ein Kreisel ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz, denn im Gegensatz zu Ampeln braucht er keinen Strom und, falls genügend Platz in der Mitte ist, kann er dort bepflanzt werden.
Die oben erwähnten Vorteile werden noch verstärkt, ist Kiefer überzeugt, wenn alle Autofahrer beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr vorschriftsmäßig den Blinker setzen und Radfahrer Handzeichen geben. Die Leistungsfähigkeit des Kreisels wird erhöht, d.h., der Verkehr fließt zügiger, was im Sinne aller Verkehrsteilnehmer sein dürfte.

Mit fahrradfreundlichen Grüßen

Bernd Kiefer
Vorsitzender
ADFC Dreieich e.V.
www.adfc-dreieich.de


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